Ruhe und Gelassenheit im Alltag finden - gar nicht so einfach! Hier bekommst du fünf Tipps, die dir auf deinem Weg dorthin sofort weiterhelfen!
Mutmethoden

Mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag: Wie wir es schaffen, NICHT alles zu machen

Von am 31. Mai 2017

Ruhe und Gelassenheit im Alltag finden – gar nicht so einfach!

Wir wollen immer so vieles schaffen. Am besten gleichzeitig.  Und dann verzetteln wir uns.

Kennst du das auch?

Ich zumindest bin dafür sehr anfällig. Wie du schon gemerkt hast, bin ich sehr neugierig, probiere gerne Dinge aus – und vergesse dabei manchmal, wie kurz so ein Tag ist. Und was ich schon sonst so angefangen habe, das auch weiterlaufen soll. Und was so an weiteren Alltagsdingen, Zwischenfällen und Wünschen von außen an mich rangetragen wird.

Und zack, ist der alte Nervsack Stress wieder in mein Leben geschlichen und lacht mich aus.

Dabei könnte es doch so schön sein.

Hast du dir nicht auch schon insgeheim gewünscht, alles unter einen Hut zu bringen?

Perfekt im Job abliefern und den nächsten Schritt machen.

Krassen, aufregenden Hobbies nachgehen.

Ein super aufmerksamer, liebevoller Partner sein.

Mal ordentlich Sport machen und auf die Ernährung achten.

Die Welt retten.

Die Spülmaschine ausräumen.

Also für mich klingt das nach dem Programm, das mir abends beim ins Bett gehen für den nächsten Tag vorschwebt. Ich elender Optimist. Na gut, das Einräumen der Spülmaschine schaffe ich nur jeden zweiten Tag… 😉

Natürlich Spaß!

Wenn wir uns so ein Pensum vornehmen, werden wir nicht nur scheitern. Und dadurch unzufrieden werden. Sondern wir werden auch eine Menge Stress in unser Leben holen. Und dadurch ebenfalls unzufrieden werden.

Klingt mega unentspannt, oder? Und nach dem Gegenteil von mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag.

Der Grund ist ganz einfach: Wir sind alle nur Menschen. Das Problem bei einem solchen Plan ist also: Alles auf einmal können wir einfach nicht schaffen. Diese simple Erkenntnis kann uns schon viel dabei helfen, mit dem täglichen Druck umzugehen.

Das ist ganz einfaches Grundrechnen: Die Zeit reicht schlicht nicht aus. Und selbst wenn wir das Programm durchgehetzt bekommen und alles doch so irgendwie machen: Die Energie wird knapp, wir fühlen uns schlecht. Wir können keiner der eigentlich so schönen Sachen wirklich gerecht werden. Am Ende haben wir nichts von dem bekommen, was wir uns gewünscht haben.

Wir merken uns: Unsere Hoffnungen und Wünsche sind oft größer als unsere Kapazitäten!

Das heißt nicht, dass wir uns keine ehrgeizigen Ziele setzen dürfen. Und ganz unbedingt müssen wir unseren Wünschen und unserem Herzen folgen. Aber bitte nicht so verkrampft. Den Raum für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag müssen wir uns bewusst schaffen. Der ist nicht einfach so da. Also machen wir uns mal locker. Überlegen uns, was davon am allerwichtigsten ist. Und dann reduzieren wie alles. Simplifizieren. Minimalisieren.

Und vor allem: Lass uns endlich mal mit dem Perfektionswahn aufhören!

Sorg dafür, dass deine Tage wieder dir gehören und echten Mehrwert für DEIN Leben mitbringen. Das ist der Pfad zu mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag.

Manchmal sind dafür große, weitreichende Veränderungen nötig. Darüber sprechen wir aber ein anderes Mal. Heute soll es um Dinge gehen, die uns SOFORT weiterhelfen können. Denn auch im Kleinen können wir schon viel zum Positiven verändern. Hier mal einige Ideen, wie wir das angehen können:

 

Wir schenken uns selbst Aufmerksamkeit

 

Ich versuche, die Zuckertüte meines Lebens jeden Tag nur aus den besten Süßigkeiten zu bestücken. Also zumindest aus denen, die ich mir gerade leisten kann. Wenn ich schon fett werde, dann wenigstens mit dem maximal möglichen Genuss. Jetzt mal metaphorisch gesprochen. Buchstäblich mache ich das zwar genauso, aber das ist hier gerade nicht Thema… 😉

Entsprechend lautet mein Tipp für dich: Wähle sorgfältig aus, was du mit in den Topf wirfst, in dem du dein Leben zubereitest. Und lass alles Minderwertige weg.

Sei wählerisch.

Schau eine Serie, die dich schon lange interessiert hat und auf die du dich lange gefreut hast. Widerstehe dem Drang rumzuzappen. Zu schnell ist sonst der Abend vertrödelt, ohne dass du wirklich Genuss hattest.

Wähle Reiseziele sorgsam aus. Egal ob nah oder weit: Es gibt sicher viele Orte, die du immer schon gerne mal besuchen wolltest. Besuch diese. Und mach keine Kompromisse nach dem Motto „Hauptsache mal wieder weg“. Das Geld und die Zeit kommen nicht zurück. Sie fehlen dir am Ende, um die Sachen zu machen, die du wirklich gerne machen willst.

Surf nicht stundenlang antriebslos im Internet… Okay, da bin ich selbst auch sehr anfällig.

Der Rat den ich dazu bekommen habe: Setz dir selbst ein Zeitlimit. Und danach machst du aus und liest mal wieder ein Buch. Tatsächlich lese ich aktuell viel seltener Bücher als früher. Muss ich also wohl auch mal ausprobieren. Aber um ehrlich zu sein: In diesem Unterpunkt bin ich vielleicht nicht der beste Ratgeber.  Deshalb die Frage an dich – wie machst du das so? Kannst du uns allen hier einen Rat geben?

Wichtig ist denke ich, dass wir uns  bei jeder Tätigkeit fragen:

Würde ich Geld dafür zahlen, das jetzt machen zu können? Wieviel würde ich zahlen? Und gäbe es etwas anderes, was ich für diesen Preis lieber machen würde?

Du weißt selbst sehr gut, was dir eigentlich gut tun würde. Was dir die Kraft geben würde für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag. Vertrau dir. Folge deinem eigenen Rat. Nur Mut!

 

Wir üben Zufriedenheit

 

Du bist nicht zufällig hier gelandet. Genauso wenig wie ich.

Wir alle haben uns hier auf der Mutmaschine zusammengefunden, weil wir mehr wollen.

Mehr vom Leben. Mehr Mut. Mehr schaffen. Mehr wir selbst sein dürfen, jeden Tag.

Ich denke:  Das wird klappen. Wir können alle mehr rausholen und mehr unsere Träume leben.

Ich denke aber auch: Immer noch mehr und mehr wird ab einem gewissen Level nicht mehr machbar sein. Bei allem Ehrgeiz sind unsere Kraft und unsere Zeitressourcen endlich.

Wenn wir nicht genug für uns selbst tun – ja, dann müssen wir was ändern und uns eben nicht einfach zufrieden geben.

Wenn wir aber bereits unser Mögliches tun, ist es auch wichtig, dass wir uns darüber mal freuen. Einen Schritt zurücktreten und zufrieden damit sind, was wir bereits alles erreicht haben. Und uns nicht immerzu sehnsüchtig nach mehr sehnen. Oder gar neidisch auf andere sein.

So lange wir weiter an unseren Zielen arbeiten und viel geben, werden wir auch immer mehr bekommen.

Aber mit dem bereits Erreichten dürfen wir auch mal zufrieden sein.

Und stolz auf uns selbst. Das ist wichtig.

Denn das ist ja das eigentliche Ziel:

Ein zufriedenes Leben führen.

 

Wir erlauben uns auch mal Rücksichtslosigkeit

 

Die Welt ist ein Vampir. Also mal lieber Knoblauch einstecken. Klingt doch eigentlich logisch, oder nicht?

Wir müssen uns vor Dingen schützen, die uns Energie absaugen.

Menschen wollen was von uns. Der Alltag zerrt an uns. Wir werden mit Reizen und Anfragen bombardiert.

Das geht an die Energiereserven.

Für uns heißt das:

Wir müssen aussortieren. Rücksichtslos sein. Aufhören, alles zu beantworten und ständig erreichbar zu sein. Öfter mal „nein“ sagen.

Uns nicht von Social-Media-Dauerfeuer abhängig machen. Den Laptop und das Smartphone auch mal ausschalten.

Uns fragen, was von diesem prasselnden Alltags-Allerlei für uns wirklich einen Mehrwert in unserem Leben hat.

Und uns dann darauf konzentrieren.

Wenn wir es schaffen, den Einfluss dieser Störenfriede auf unser Leben zu reduzieren, lässt das Stresslevel ganz automatisch nach. So öffnest du dir Inseln der Ruhe und Gelassenheit im Alltag. Und bist dann gewappnet und voller Kraft, wenn es wirklich darauf ankommt.

 

 

Wir sind achtsam

 

Der Ausdruck „Achtsamkeit“ hat für mich immer so ein Bisschen was Esoterisches.

Dabei ist das natürlich Quatsch.

Letztlich bedeutet „Achtsamkeit“ einfach mal, dass wir uns selbst wertschätzen und uns selbst genauso viel Aufmerksamkeit schenken, wie wir es bei Andern ganz selbstverständlich machen.

Wenn wir einen schönen Film schauen, zerstören wir ihn uns, wenn wir nebenher am Smartphone rumspielen.

Das schöne Abendessen mit dem Partner ist nicht viel wert, wenn wir gleichzeitig im Kopf an Problemlösungen für die Arbeit knobeln.

Ich treffe inzwischen bewusste Entscheidungen, was ich gerne machen möchte und aus welchen Gründen. Und dann halte ich mich dran.

Ich versuche, 100% bei dem zu sein, was ich gerade mache.

Natürlich klappt das nicht immer. Aber immerhin öfter, als wenn ich es gar nicht versuche.

Deshalb mein Tipp an dich: Sei achtsam. Dir selbst und anderen gegenüber. Schätze den Augenblick und sei nicht im Kopf permanent woanders. Sonst verpasst du viel Gutes in deinem Leben.

Wenn du jetzt einen Film schauen willst, dann mach das. Aber bitte mit vollem Herzen. Wenn du nebenher die ganze Zeit Gewissensbisse hast, weil du die Küche noch aufräumen wolltest, dann hast du keinen Genuss beim Schauen – und hinterher immer noch einen dreckigen Herd.

Entscheide dich, was dir gerade wichtiger ist – der spannende Film oder die schmutzige Küche. Und dann halte dich an deine Entscheidung. Mit voller Konzentration.

 

Wir umarmen das Unperfekte

 

Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus? Also, mal unabhängig davon, ob er realistisch ist?

Meine spontane Reaktion ist dann immer: Ich möchte gerne mit gekühlten Getränken im Schatten einer Palme an einem malerischen Strand liegen. Was zum Lesen wäre noch nett. Und gute Musik auf den Ohren, die ich immer mal wieder unterbreche, um dem Rauschen der Wellen zu lauschen.

Das wäre mein Traumszenario. Für EINEN perfekten Tag.

Und jetzt wird es tricky:

Wärst du bereit, diesen Tag dann immer und immer wieder zu erleben?

Also, eine Zeitlang würde ich das sicher wunderbar aushalten. Bis ich total relaxed bin und meine Akkus wieder voll. Und dann hätte ich bestimmt wieder Lust, was zu machen. Nicht zwingend Lohnarbeit, aber mit Sicherheit irgendwelche Kreativprojekte. Filme drehen, Bloggen, Musik machen. Sowas.

Deshalb wäre mein perfekter Tag wahrscheinlich gar nicht wirklich dieses Strandszenario, nach dem ich mich immer sehne, wenn ich gerade gestresst bin. Sondern eine gute Mischung aus Sonne, Meer und coolen Projekten.

Aber das gilt erstmal nur für mich. Du darfst dir von deinem Leben etwas ganz anderes wünschen, wenn du magst. Dir deinen ganz eigenen perfekten Tag ausmalen. Deine ganz eigene Interpretation von Glück entwickeln.

Denke nach, fühle in dich rein und notiere mal, was dein Idealszenario wäre.

Du hast jetzt eine Vorstellung, wie ein perfekter Tag in deinem Leben aussehen würde?

Glückwunsch, das ist ein super wichtiger Schritt, um dort anzukommen, wo du gerne sein möchtest: Beim Leben deiner Wahl.

Nun die schlechte Nachricht: Vermutlich wirst du diesen perfekten Tag in seiner kompletten makellosen Eleganz wohl selten bis nie erleben. Trotz des ganzen Rackerns.

Das ist aber gar nicht schlimm!

Auch wenn wir an unserem Alltag schrauben, aussortieren, achtsam sind und auf unsere eigenen Bedürfnisse eingehen – es wird nie „perfekt“ werden.

Perfektion existiert in der Realität nicht. Wir können uns immer nur bestmöglich an sie annähern.

Das können wir akzeptieren und uns freuen, wenn wir mal wieder einen Tag erleben, der dem Ideal nahekommt.

Oder wir können frustriert sein.

Ich entscheide mich für die erste Variante. Für mich gar keine Frage.

Täglich bestmöglich nach dem Perfekten streben – und gleichzeitig das Unperfekte lieben.

Das ist in meinen Augen der Schlüssel zur Zufriedenheit. Zu Ruhe und Gelassenheit im Alltag.

Und das ist es, was ich mir im Leben wünsche: Eine tiefe, dauerhafte Zufriedenheit. Glücksmomente sind schön, aber flüchtig. Zufriedenheit ist für mich das Fundament, auf dem ich mein Leben baue.

Das ist aber nur meine Ansicht für mich. Du darfst für dein Leben genausogut andere Antworten finden.

 

 

Wir sind keine Maschinen

 

Wenn wir uns durch die  Podcasts und Blogs der Motivationsszene wühlen, können wir bei manchen (!) Coaches und Internethelden schnell den Eindruck bekommen, alle seien permanent nur am „Huzzlen“ und „on Fire“ – und wer auch mal eine Pause braucht, der wolle seine Ziele einfach nicht dringend genug erreichen. Bullshit, sage ich!

Ich bin entgegen der Meinung mancher dieser Willensprediger der festen Überzeugung, dass unsere Kraft und unsere Möglichkeiten endlich sind. (Und damit wir uns nicht missverstehen: Das ist keine Generalkritik an der Szene. Es gibt da auch viele sehr inspirierende und motivierende Leute, die ich sehr regelmäßig und gerne lese und höre!)

Die weit verbreitete Ansicht, dass immer noch höher, weiter, mehr möglich ist, teile ich nicht.

Das findest du jetzt so gar nicht monstermotivationsmäßig?

Tut mir leid, aber das sehe ich nicht so.

Ein gewisser Bezug zur Realität hat mal so gar nichts mit fehlenden Visionen und fehlendem Willen zu tun. Sondern damit, dass wir keine Maschinen sind.

Du brauchst auch Zeit zum Auftanken. Zeit für Müßiggang. Das Leben besteht nicht nur aus Optimieren.

Dennoch denke ich, und da sind wir wieder bei der Monstermotivation, dass viel mehr möglich ist, als wir uns meistens selbst zugestehen.

Deshalb die hier genannten Tipps. Sie bedeuten keinerlei Zusatzaufwand. Sie sind machbar. Egal, ob du gerade viel oder wenig Energie hast.

Es geht eher darum, nur den Menschen, Gedanken und Dingen Zutritt zu deinem Leben zu geben, die dir gut tun. Die Plätze dafür sind bereits vorhanden. Sie werden nur allzu oft von Kandidaten besetzt, die dir eben nicht gut tun. Weil du dich verpflichtet fühlst. Weil du nicht achtsam bist. Weil du perfektionistisch bist.

Ich denke: Wenn wir hieran arbeiten, können wir viel Zufriedenheit, Ruhe und Gelassenheit erlangen, ohne unser Leben komplett umstoßen zu müssen.

Ich versuche das. Du auch?

 

Was sind deine Tricks, um der Falle des „Alles-Immer-Müssens“ und „Alles-Immer-Schaffen-Wollens“ zu entkommen? Welche Tipps hast du für uns, um mehr Ruhe und Gelassenheit in unseren Alltag zu bekommen? Schreib es mir in die Kommentare, ich bin gespannt!

 

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Frank
Berlin

Hat Spaß daran, sich Sachen zu überlegen und die dann einfach zu machen. Liebt Herausforderungen und ist selbst gespannt, was dabei am Ende herauskommt. Fragt gerne, um zu verstehen. Handelt gerne, um auszuprobieren. Hat Spaß am Versuchen und Spaß an Ergebnissen. Scheitert zwischendurch auch ab und zu. Findet das aber nicht so schlimm.

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